F-Cell: Vom Prüfstand in den Wintertest
Frühmorgens irgendwo im Norden Schwedens, dort, wo es noch richtigen Winter gibt. Eine Handvoll Männer in blaugrauen Jacken stapft durch die Schneelandschaft, den Kragen hochgeschlagen, die Mütze mit dem Mercedes-Benz-Stern tief in die Stirn gezogen. Es sind Testfahrer aus dem Daimler Forschungs- und Entwicklungsteam, die hier drei eisige Wochen lang die Wintertauglichkeit der neuen B-Klasse F-Cell unter die Lupe nehmen. Bernd Löper und seine Abteilung für Konstruktion, Versuch und Betriebsstrategie für das Gesamtfahrzeug verantworten diese Wintererprobung der neuen F-Cell-Generation: Tag um Tag fegen die surrenden Brennstoffzellenautos durch den Pulverschnee Schwedens, während Messgeräte und Hunderte von Sensoren Daten auf den angeschlossenen Laptops aufzeichnen.
Gut 2.500 Kilometer südlich des Testgeländes werden die Datenreihen und Messwerte schon mit Spannung erwartet, beispielsweise von den rund 150 Forschern und Entwicklern des Brennstoffzellenantriebscenters unter der Leitung von Christian Mohrdieck: Am Standort Ulm erproben Brennstoffzellenforscher des Konzerns neue technische Konzepte, während Entwickler im Kompetenzzentrum Kirchheim-Nabern die aussichtsreichsten Ideen in funktionsfähige Komponenten und Systeme umsetzen.