Werkstofftechnik – Flexible Profile frisch von der Rolle
Beim Daimler-Forschungspreis im Finale
 
 
Andreas Böhm, Oliver Röcker, Albrecht Krüger-Eppstein, Dr. Karl-Heinz Füller, Holger Habermeier, Joachim Herre (v. links)
Walzprofilieren, das heißt das Kaltwalzen von Profilen, ist ein Umformverfahren, das in der Automobilindustrie immer stärker zum Einsatz kommt. Bei Daimler hat eine Gruppe von Forschern, Entwicklern und Planern das „Flexible Walzprofilieren“ als neue Technologie für die interne Fertigung eingeführt und dazu weiterführende Technologiebausteine entwickelt.
Dank hoher Materialausnutzung und günstiger Werkzeugkosten ist das Walzprofilieren im Vergleich zum Tiefziehen besonders ökonomisch, vor allem dann, wenn es sich um Profile mit unterschiedlichen Längen und Beschnitten handelt. Ein weiterer Vorteil: Neue, höchstfeste Stähle können mit hoher Maßhaltigkeit verarbeitet werden. Dies spart im Karosserierohbau nicht nur Gewicht, sondern sorgt auch für eine noch bessere Crashsicherheit.
Nach Abschluss der grundlegenden Arbeiten, die 2002 begonnen haben, schaffte es das Projekt „Flexibel gewalzte Strukturbauteile“ 2007 bis ins Finale des Daimler-Forschungspreises. Im vergangenen Jahr entstand im Werk Sindelfingen eine Pilotanlage, die inzwischen der Forschung, Entwicklung und Serienproduktion gleichermaßen dient. Durch diese einzigartige Umsetzung innovativer Fertigungsstrategien übernimmt Daimler nun eine führende Rolle in der Automobilbranche.
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