Als „Retter der Ozonschicht“ haben die Medien 1995 Paul J. Crutzen bezeichnet. Damals erhielt der niederländische Atmosphärenchemiker zusammen mit den US-Forschern Sherwood Rowland und Mario Molina den Nobelpreis für Chemie. Die Wissenschaftler hatten FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) als Ursache des Ozonlochs identifiziert. Daraufhin kam es zu einem weltweiten FCKW-Verbot. Nach Forschungsjahren in Schweden und den USA war der 1933 geborene Crutzen von 1980 bis 2000 Forschungsdirektor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.