Umweltstrategie und Umweltpolitik
Bausteine und Prozesse
Zertifiziertes Umweltmanagement. Die Zertifizierung aller Standorte weltweit nach ISO14001 sowie die zusätzliche Validierung nach der EU-Umweltauditverordnung (EMAS) für die europäischen Standorte sind wichtige Elemente des Umweltmanagementsystems von DaimlerChrysler. Die Wirksamkeit des Systems wird regelmäßig durch externe Audits überprüft. Weltweit arbeiten heute mehr als 96 Prozent der Konzernbeschäftigten in Werken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen. Im Rahmen einer umfassenden regelmäßigen Öko-Auditierung an den Standorten wird beurteilt, ob dort Verfahren und Vorschriften eingehalten werden. Falls erforderlich, werden Korrekturmaßnahmen eingeleitet.
Integrierte Managementsysteme. Die Zusammenführung der Managementsysteme für Qualität, Umweltschutz und Arbeitssicherheit ist eine wichtige Zielsetzung von DaimlerChrysler. Dadurch werden Umweltschutzaufgaben noch stärker in die operativen Kernprozesse und Abläufe der jeweiligen Bereiche integriert, statt sie in separaten Prozessen zu behandeln. Ein integriertes Konzept wird bereits seit 2002 in den Werken der Mercedes Car Group in Deutschland und den USA umgesetzt. Bei EvoBus wurde 2006 mit der Einführung des integrierten Managementsystems begonnen. In den Werken der Chrysler Group wurde das Umweltmanagementsystem bereits bei seiner Einführung im Jahr 2001 in das vorhandene Qualitätssicherungssystem (Manufacturing Quality Assurance System, MQAS) integriert.
 
 
MANAGEMENTANSATZ GRK
Standorte unter der Lupe. Die „ökologische Standortbewertung“ hilft DaimlerChrysler, nach weltweit einheitlichen Maßstäben Umweltrisiken zu ermitteln, sie durch Maßnahmen, die zwischen Vorstand und Werksleitung vereinbart werden, zu verringern und somit den vorsorgenden Umweltschutz weiterzuentwickeln. Dabei werden das Umweltmanagementsystem eines Standorts und alle umweltrelevanten Themen wie Emissionen in die Luft, Einleitungen in Gewässer, die Entsorgung von Abfällen, die Verschmutzung von Boden und Grundwasser sowie die Nutzung von Stoffen regelmäßig und systematisch unter die Lupe genommen.
Umweltschutz im Entwicklungsprozess. Die Fahrzeugentwicklung erfolgt in einem standardisierten Prozess, in dem das Fahrzeuglastenheft und die sogenannten Quality Gates (Meilensteine im Entwicklungsprozess) die wesentlichen Eckpunkte darstellen. Umweltschutzthemen und -anforderungen (Verbrauch, Emissionen, Materialverbote und Materialgebote sowie Recyclinganforderungen) sind integrale Elemente des Lastenhefts und werden im Rahmen der Quality Gates während des gesamten Produktentstehungsprozesses mit betrachtet und gesteuert.
Wissen motiviert. Ohne das Problembewusstsein und Engagement der Mitarbeiter wären stetige Verbesserungen im betrieblichen Umweltschutz nicht zu erreichen. DaimlerChrysler führt deshalb weltweit flächendeckende Schulungsprogramme im Umweltschutz durch.
Auszeichnung für außergewöhnliches Engagement. Ziel des „Environmental Leadership Award“ (ELA) ist es, Umweltschutzthemen im gesamten Konzern bekannter zu machen und möglichst viele Mitarbeiter zu motivieren, aktiv zu werden. DaimlerChrysler vergibt den konzernweit ausgeschriebenen und vom Vorstand verliehenen Preis als Anerkennung für Projekte, die den Umweltschutz im Unternehmen voranbringen. Zugleich will das Unternehmen mit der Auszeichnung Know-how und Kenntnisse über vorbildliche Technologien und Konzepte verbreiten und weltweit möglichst viele Standorte zur Nachahmung anregen.
Hinweis
Die Informationen in der Rubrik "Nachhaltigkeit" beziehen sich überwiegend auf das Berichtsjahr 2006. Sie bilden daher nicht in jedem Fall die aktuelle Situa- tion im Unternehmen ab.
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