Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen
Durch die Optimierung des Verbrennungsmotors hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits spürbare Fortschritte bei Pkw und Nutzfahrzeugen erzielt.
Gesunkener Flottenverbrauch. Seit dem Jahr 1990 konnte DaimlerChrysler den Flottenverbrauch seiner Pkw in Deutschland um 30 Prozent reduzieren. Die Einsparungen wurden unter anderem durch die konsequente Einführung und Weiterentwicklung der CDI-Dieseltechnologie, des Siebengang-Automatikgetriebes 7G-TRONIC, durch Downsizing-Konzepte mit Aufladung sowie durch die Benzin-Direkteinspritzung erzielt. Im Jahr 2006 konnte das Niveau beim Flottenverbrauch trotz gegenläufiger Sondereffekte – der Modellwechsel beim smart fortwo und der C-Klasse sowie der Auslauf des smart forfour – gehalten werden.
Technologisch wird DaimlerChrysler seine Anstrengungen zur Reduktion von Verbrauch und CO2-Emissionen mit Nachdruck vorantreiben und verschiedene Verbrauchstechnologien am Markt anbieten. Dazu zählen unter anderem der Rollout der Direkteinspritzer der zweiten Generation (geschichtete Direkteinspritzung) – eine Technologie, die DaimlerChrysler 2006 als weltweit erster Hersteller eingeführt hat – die Einführung von Start-Stopp-Systemen, beginnend mit dem smart Ende 2007, sowie die verstärkte Markteinführung von BLUETEC und die Hybridisierung von Fahrzeugen.
In den USA geben die „Corporate Average Fuel Economy“-Standards (CAFE) den rechtlichen Rahmen für die Verbesserung der Energieeffizienz vor. Hiernach müssen die nach Absatz gewichteten Pkw-Flotten der Hersteller für das Modelljahr 2007 einen Durchschnittswert von 8,6 Liter pro 100 Kilometer bei Pkw und 10,6 Liter pro 100 Kilometer bei leichten Nutzfahrzeugen (Light Duty Trucks) unterschreiten.
Seit 1996 hat DaimlerChrysler die Flottenwerte für Light Duty Trucks verbessert. Der Flottenverbrauch sank seit diesem Zeitpunkt um rund 7 Prozent. Die neu verabschiedeten, verschärften Standards für Light Duty Trucks der Modelljahre nach 2007 stellen eine Herausforderung dar, der sich das Unternehmen durch intensive technische Anstrengungen stellen wird.
Herstellern von neuen Pkw (ohne Minivans, SUVs oder Pickups), die einen Kraftstoffverbrauch von 10,5 Litern pro 100 Kilometer nicht unterschreiten, wird in den USA die „Gas Guzzler Tax“ auferlegt. Diese Steuer differenziert beispielsweise innerhalb des Pkw-Segments nicht zwischen Klein-, Mittelklasse- und Premiumfahrzeugen und soll die Herstellung und den Verkauf von Fahrzeugen mit hohem Kraftstoffverbrauch in den USA reduzieren. Aufgrund des hohen Anteils von Premiumfahrzeugen musste DaimlerChrysler im Jahr 2006 „Gas Guzzler Taxes“ für die aus Europa importierten Pkw bezahlen.
In Japan legt das „Top Runner“-Konzept ab dem Jahr 2010 verbindliche Verbrauchsobergrenzen für Pkw in neun nach Fahrzeuggewicht eingeteilten Klassen fest. Die Zielwerte für 2010 wurden bislang bereits in zwei Klassen verwirklicht.
Mit Fernverkehrs-Lkw wie dem Mercedes-Benz Actros ist DaimlerChrysler seit Jahren führend in puncto Sparsamkeit.