Unsere Ziele zur Nachhaltigkeit
Damit das Leitbild der Nachhaltigkeit zu einer praktischen Richtschnur im Geschäftsalltag wird, muss es strategisch verankert und mit Schlüsselindikatoren verbunden sein. Der Konzern hat daher Maßnahmen und Ziele festgelegt, mit der sich der Erfolg auf diesem Weg messen und überprüfen lässt.
 
Ökologie
 
Ökologie
Ziele
Aktivitäten/Status
Zielerreichung
1 Klimaschutz
1.1 Flottenverbrauch:
Auf europäischer Ebene will der Konzernseinen Beitrag zur Erreichung der ACEA-Selbstverpflichtung (25 Prozent CO2-Reduktion von 1995 bis 2008 auf 140g CO2/km) leisten.
Ziel verändert, siehe neues Ziel zur CO2-Reduktion in Europa
Nach Einschätzung der EU-Kommission werden die in der ACEA-Selbstverpflichtung angestrebten Ziele nicht erreicht. Die EU-Kommission hat daher eine Strategie vorgelegt, nach der die durchschnittlichen CO2-Emissionen von in der EU verkauften Neuwagen bis 2012 das Ziel von 120 g CO2/km erfüllen müssen. Verbesserungen bei der Fahrzeugtechnologie sollen die durchschnittlichen Emissionen auf 130 g/km senken, mit zusätzlichen Maßnahmen soll eine Reduzierung um weitere 10 g/km erreicht werden. Bis Mitte 2008 wird hierzu ein Rechtsrahmen erstellt.
Unabhängig von der derzeit noch unklaren Ausgestaltung des Gesetzesvorschlages wird der Konzern die Emissionen der Flotte in Europa weiter reduzieren.
Aktivitäten: Die Anstrengungen zur Verbrauchsreduktion werden weiter intensiviert, motorseitig werden Downsizing und Aufladung eine wichtige Rolle spielen. Wesentliche Maßnahmen: Rollout der Benzin-Direkteinspritzung bei E-Klasse in 2007/2008 (Verbrauchsreduktionspotenzial
≈-10 Prozent); Einführung Start-Stopp-Systeme beginnend mit smart (2007), anschließend A-/B-Klasse (Verbrauchsreduktionspotenzial
≈ 5 Prozent); verbrauchsoptimierte 4-Zylinder-Otto- und -Dieselmotoren in 2008/2009 (Einsparpotenzial 5–10 Prozent); Entwicklung des sogenannten Dieselotto-Konzeptes (Verbrauchsreduktionspotenzial 15–20 Prozent),
1. Stufe bis 2012; Verbesserung des Energiemanagements (5–10 Prozent) u. a. elektr. Antrieb von Zusatzaggregaten, Hybride s.u.
Status: Bezogen auf das Bezugsjahr 1995 wurde durch verschiedene Maßnahmen der durchschnittliche Verbrauch der Mercedes-Fahrzeuge um
20 Prozent reduziert, diese Minderungsrate ist fast um die Hälfte höher als im ACEA-Durchschnitt.
Weiterentwicklung des bisherigen Verbrauchsziels für Europa
Hinsichtlich der CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge ist es Ziel des Konzerns, „best in class“ zu sein. Hierzu wird das Unternehmen beginnend mit dem Jahr 2007 in den Volumenbaureihen (S-, C-, E-, A-/B-, M-Klasse sowie smart) jährlich mindestens ein Fahrzeug auf den Markt bringen, dessen CO2-Emissionen im Vergleich zum jeweiligen Fahrzeug des Modelljahrs 2006 im Kleinwagensegment (smart, A-/B-Klasse) um mindestens 8 Prozent und im Mittel- und Oberklassesegment um mindestens 15 Prozent geringer sind.
Aktivitäten: Technische Maßnahmen zur Verbesserung des Wirkungsgrades des Antriebsstrangs, u.a. auch neue Brennverfahren (Geschichte Direkteinspritzung).
Status: Der 2006 auf dem Markt eingeführte CLS 350 CGI mit Benzin-Direkteinspritzung spart gegenüber dem Vorgängermodell mit konventioneller Einspritzung 10 Prozent Kraftstoff. Der 2,4-Liter-Weltmotor im neuen Chrysler Sebring verbraucht im NEFZ rund 14 Prozent weniger Kraftstoff als der 2,4-Liter-Vorgängermotor.
Ziel gilt weiter
1.2 Markteinführung Hybridfahrzeuge:
USA: Einführung des Two-Mode-Hybridsystems Anfang 2008. Europa: Markteinführung eines Hybridantriebs für heckgetriebene Pkw im Jahr 2009.
Aktivitäten:
– Seit 2005 Allianz mit General Motors und BMW mit dem Ziel einer   gemeinsamen Hybridantriebsentwicklung in den USA.
– Seit März 2007 Kooperation zwischen der BMW Group und der  Daimler AG zur Entwicklung eines Hybridmoduls für heckgetriebene Pkw des Premiumsegments.
Status: Orion Hybridbusse und der Fuso Eco-Canter sind bereits heute bei Kunden des Unternehmens im Einsatz. Bei Hybridbussen ist der Konzern Weltmarktführer.
Neues Ziel
1.3 Weiterentwicklung der Brennstoffzellenfahrzeuge:
Erhöhung der Reichweite. Praxistests in Kundenhand mit Brennstoffzellenfahrzeugen der zweiten Generation.
Aktivitäten:
– Erhöhung der Reichweite der Brennstoffzellen-Pkw-Versuchsflotte von   heute 177 Kilometer auf 400 Kilometer bis 2010.
– Entwicklung der zweiten Generation von Brennstoffzellenbussen für den   Einsatz in weiteren Demonstrationsprojekten ab 2009.
– Aufbau einer Demonstrationsflotte von mehreren hundert Brennstoff-
 zellenfahrzeugen auf Basis der B-Klasse bis 2012 in Kalifornien.
Ziel gilt weiter
1.4 Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Produktion:
Senkung der spezifischen CO2-Emissionen in den Werken der Chrysler Group um 10 Prozent im Zeitraum von 2002 bis 2012.
Mercedes Car Group, Truck Group sowie Van, Bus, Other: Kontinuierliche Senkung der spezifischen CO2-Emissionen.
Aktivitäten: Die Datenerfassung und -auswertung wurden verbessert und die Berechnung der CO2-Emissionen konzernweit vereinheitlicht.
Benchmarking- und Einsparprojekte in allen Geschäftsbereichen zeigen bereits eine deutliche Minderung der CO2-Emissionen. Da nicht beeinflussbare Effekte (Witterung, Fertigungstiefe, Produktionsauslastung und Umstellungen etc.) einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung haben, erscheint die ursprünglich geplante Definition eines übergreifenden quantitativen Minderungszieles für die anderen Geschäftsbereiche nicht zweckmäßig. Stattdessen sind Reduktionsziele für einzelne Standorte oder konkrete Maßnahmen in den Umwelterklärungen definiert.
Machbarkeitsstudien zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie zu KraftWärme-Kopplung, Biomasse, Fotovoltaik etc. werden systematisch und standortübergreifend weiter bearbeitet.
Status: Im Vergleich 2005/2006 haben sich die CO2-Emissionen pro hergestelltem Fahrzeug wie folgt verändert: Chrysler Group -5,9 Prozent, Mercedes Car Group -1,4 Prozent, Truck Group -1,8 Prozent. Im Bereich Bus und Van hingegen stiegen die spezifischen CO2-Emissionen im Wesentlichen aufgrund von Produktionsumstellungen um 7,3 bzw. 11,1 Prozent an. Im Gesamtkonzern konnten die absoluten CO2-Emissionen deutlich um 8,5 Prozent reduziert werden.
Ziel gilt weiter
2 Luftreinhaltung
2.1 Reduktion der Partikelemissionen:
Serienmäßige Einführung von Dieselpartikelfiltern für die in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden erhältlichen Mercedes-Benz Diesel-Pkw ab Sommer 2005 und für alle mit eigenen Motoren ausge-rüsteten Konzernmarken bis Ende 2006.
Aktivitäten: Schrittweise Ausweitung der serienmäßigen Ausstattung auf alle Dieselmodelle der jeweiligen Marke.
Status: Seit Mitte 2005 gehört der Partikelfilter zur Serienausstattung aller Mercedes-Benz Diesel-Pkw in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Der smart fortwo cdi ist seit Anfang 2006 serienmäßig mit Dieselpartikelfilter (offenes System) ausgerüstet. Der Chrysler 300 C Diesel ist ebenfalls serienmäßig mit Partikelfilter ausgestattet. Bislang nicht mit Partikelfilter erhältlich ist dagegen der Chrysler PT Cruiser 2.2 CRD.
Ziel nur teilweise erreicht
2.2 Reduktion der Stickoxidemissionen, Einführung von BLUETEC (Nutzfahrzeuge):
Serienmäßige Einführung der SCR-Technologie für Euro 4 (BLUETEC 4) bis Mitte 2006 und für Euro 5 (BLUETEC 5) bis Mitte 2009 für die in Europa erhältlichen Mercedes-Benz Lkw und Busse.
Aktivitäten: Stufenweise Einführung von BLUETEC für Euro 4 und BLUETEC für Euro 5. Weiterentwicklung der Motoren mit dem Ziel, Wirkungsgrad und damit Wirtschaftlichkeit bei mindestens gleichbleibend hoher Lebensdauer weiter zu erhöhen.
Status: Nach dem Start mit dem Mercedes-Benz Actros ist BLUETEC inzwischen mittlerweile in allen Nutzfahrzeugbaureihen und Bussen verfügbar. Seit Anfang 2005 hat der Konzern bereits über 45.000 Mercedes-Benz Lkw und Busse mit der neuen Abgastechnologie ausgeliefert.
Ziel gilt weiter
2.3 Reduktion der Stickoxidemissionen, Einführung von BLUETEC (Pkw):
Einführung der BLUETEC-Technologie im ersten Mercedes-Benz
Pkw-Modell im Herbst 2006 in den USA, in 2008 in Europa.
Aktivitäten: Stufenweise Einführung der BLUETEC-Technologie in erste Mercedes-Benz Pkw-Modelle und Weiterentwicklung der Technologie für alle Baureihen.
Status: Marktstart des E 320 BLUETEC war im Oktober 2006 in Nordamerika. Auf dem US-Markt werden ab 2008 drei weitere V6-BLUETEC-Modelle auf den Markt kommen: in der R-, der M- und der GL-Klasse. In Europa wird BLUETEC erstmals im Jahr 2008 in der E-Klasse auf den Markt kommen.
Ziel gilt weiter
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