Dialog mit Interessengruppen
Daimler ist sich der Wechselseitigkeit der Beziehungen zwischen Unternehmen und deren gesellschaftlichem Umfeld bewusst und pflegt deswegen überall auf der Welt den Dialog mit Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft, mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, mit Arbeitnehmervertretern sowie Aktionären, Investoren und Analysten. In Schwellen- und Entwicklungsländern sieht Daimler sein Engagement als langfristigen Beitrag zu der Stabilität, die erst einen auf Vertrauen gründenden Marktzutritt ermöglicht. Verschiedene Hauptgruppen von Stakeholdern lassen sich bestimmen, die sich durch die Art ihrer Beziehung zum Unternehmen unterscheiden. Grafik 5
Prinzipien. Kriterium für die Identifikation und Gewichtung der Stakeholder ist für Daimler die Frage, ob und wie stark eine Personengruppe von Aktivitäten des Unternehmens berührt wird. Handlungsleitende Prinzipien für den Dialog sind:
  • Wesentlichkeit: Was ist für das Unternehmen und für die Stakeholder von Bedeutung?
  • Vollständigkeit: Worin besteht der Einfluss von Daimler und wie schätzen die Stakeholder diesen ein?
  • Ansprechbarkeit: Reagiert Daimler adäquat auf die gestellten und aus Sicht des Unternehmens bedeutsamen Herausforderungen?
  • Auf dieser Basis – sowie auf Grundlage einer Erhebung bereits bestehender Stakeholderkontakte und Kooperationen – hat Daimler 2006 die Beziehungen zu wichtigen Interessengruppen intensiviert. Dabei wurden Kooperationen in wesentlichen Feldern der Nachhaltigkeit eingegangen:
  • Umwelt: Mit dem United Nations Environmental Programme (UNEP), dem World Wide Fund For Nature (WWF) und dem Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum Baden-Württemberg hat Daimler ein Kooperationsprojekt zur Definition von Nachhaltigkeitsstandards für den Anbau von Biomasse für Biokraftstoffe gestartet. Seit vielen Jahren ist das Unternehmen Mitglied im Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.), in dem Unternehmensnetzwerk für Nachhaltigkeit „econsense“ sowie dem deutschen Forum für nachhaltige Entwicklung. Mit dem Berliner Öko-Institut arbeitet Daimler zu den Themen Umweltperformance und -reporting bereits seit 2003 zusammen. Weiterhin kooperiert das Unternehmen mit Umweltverbänden, unter anderem dem Global Nature Fund und Euronatur. Den Dialog mit verschiedenen Umweltverbänden wie BUND, Greenpeace oder der European Federation for Transport and Environment pflegt Daimler insbesondere zur CO2- und Emissionsthematik.
 
 
  • Reporting: Seit 2006 ist Daimler „Organizational Stakeholder“ bei der Global Reporting Initiative (GRI).
  • Einkauf: 2006 hat Daimler – initiiert von der GRI und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) – ein zweijähriges Kooperationsprojekt „Transparency in the Supply Chain“ zum Aufbau von Nachhaltigkeitsberichten bei ausgewählten Zulieferern gestartet. Zudem wurde unter der Koordination der U.S. Automotive Industry Action Group (AIAG) das Projekt „Workplace Standards throughout Supply Chain“ mit Beteiligung von Daimler begonnen. Entwicklungsziel sind gemeinsame (Arbeits-)Standards bei Zulieferern der Automobilindustrie. Hierzu wurden Trainingsmaterialien entwickelt, die 2007 in Schulungen an Automobilzulieferer in China vermittelt werden.
Verantwortlichkeiten. Innerhalb des Konzerns pflegen verschiedene Unternehmensbereiche den Dialog mit Anspruchsgruppen:
  • Maßgeblich unterhalten die Bereiche Konzernstrategie, Politik und Außenbeziehungen sowie Kommunikation im Rahmen ihres weltweiten Netzwerkes Kontakte zu Politik und Verwaltung, multinationalen Organisationen, gesellschaftlichen Interessengruppen und Medienvertretern.
  • Die Ländergesellschaften, Werke, Niederlassungen und Vertriebs stätten führen den Dialog mit Kunden, regionalen Einrichtungen sowie der Bevölkerung vor Ort.
  • Auch die Fachabteilungen – etwa die Bereiche Umwelt, Investor Relations, Personal oder Einkauf – pflegen Kontakte zu Anspruchsgruppen in ihren jeweiligen Themengebieten.
Ziel von Daimler ist es, den Stakeholderdialog weiter auszubauen. Dies wird auch durch den Issues-Management-Prozess unterstützt, in dessen Rahmen unter anderen die Wertschätzung des Unternehmens aus Sicht relevanter Stakeholdergruppen regelmäßig überprüft wird.
Eine umfangreiche Liste von Organisationen, in denen Daimler Mitglied ist, mit denen ein intensiver Meinungsaustausch besteht oder Kooperationen eingegangen wurden, findet sich unter www 7.
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